Mind

Negative Emotionen loslassen und

Selbstvertrauen stärken

Das Wort Selbstvertrauen meint im Kern, sich selbst zu vertrauen.

Das Wort „Selbstvertrauen“ meint im Kern, „sich selbst zu vertrauen“. Wir vertrauen uns, weil wir in der Vergangenheit anspruchsvolle Situationen und Ereignisse erfolgreich bewältigt haben, weil wir um unsere Kompetenzen wissen und auch um unsere Grenzen. Selbstvertrauen ist eine Mischung aus Erfahrung, Expertise und erfolgreichem Handeln.

Selbstvertrauen ist zugleich ein Ergebnis unserer Sozialisation. Wieviel traute man uns früher zu? Wie ging unser Umfeld mit unseren Ambitionen und Zielen um, wie mit Scheitern oder auch Angst? 

Ein gesundes Selbstvertrauen basiert auf Gefühlen, die lebensbejahend sind: Optimismus, Mut sowie Vertrauen in die eigene Stärke und die eigenen Fähigkeiten. Gedanken und Körperhaltung spiegeln das wider: beispielsweise in Sätzen wie „ich kann“, „das traue ich mir zur“ oder auch „das schaffe ich, das ist machbar“, der Gang ist aufrecht und der Blick offen und zugewandt.

Selbstvertrauen ist nichts statisches. Es wächst und wird jenseits unserer Komfortzone immer wieder herausgefordert. 

Gefühle wie Ängste und Zweifel können unser Selbstvertrauen stark ins Wanken bringen oder sogar gänzlich unterlaufen. 

Ein gesundes Selbstvertrauen basiert auf Gefühlen, die lebensbejahend sind: Optimismus, Mut sowie Vertrauen in die eigene Stärke und die eigenen Fähigkeiten.

Wie wir Negativ-Emotionen auflösen

Unser Verstand versucht die Situation zu regulieren, indem er die unangenehmen Gefühle verdrängt (außerhalb des Bewusstseins hält), auf etwas „da draußen“ projiziert (Menschen oder Umstände sind schuld), ausagiert (der Emotion freien Lauf lassen) oder vor ihnen flieht (Ablenkung).

Doch damit lösen wir die Energie hinter den Emotionen nicht auf, sondern verschaffen uns nur temporär Erleichterung. Die unterdrückten Emotionen kommen bei nächster Gelegenheit wieder zum Vorschein und bedrängen uns erneut.

Der Mediziner und Wissenschaftler Professor Dr. David R. Hawkins schrieb darüber ein eindrückliches Buch und stellt darin die Loslass-Technik vor, die uns ermöglicht, Negativemotionen konstruktiv zu begegnen und zu transformieren.

Diese einfache Methode führt dazu, dass wir uns nicht nur besser mit uns selbst fühlen, sie gibt uns ein Werkzeug in die Hand, innere Anspannungen autark zu lösen. Wir fühlen uns besser gerüstet, neue Herausforderungen anzunehmen und können Phasen der Unsicherheit und des Unwohlseins anders begegnen.

Die Loslass-Technik macht uns innerlich stark, fördert unser Selbst-Bewusstsein und unser Selbstvertrauen.

Die „Loslass-Technik“

  • Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit nach Innen, spüren Sie in sich hinein
  • Widmen Sie sich den Empfindungen, die im Körper vorherrschen
  • Seien Sie  wie ein Analyst oder Beobachter, der den einzelnen Empfindungen im Körper nachspürt. Versuchen Sie, dabei neutral zu bleiben, benamen Sie nicht, bewerten Sie nicht. Nehmen Sie einfach nur wahr, was ist und lassen Sie die Empfinden ausdehnen (Druck auf der Brust, Hämmern im Kopf, schwitzige Hände, Kribbeln in den  Beinen…)
  • Widerstehen Sie dabei der Versuchung, dabei aufkommenden Gedanken oder Bilderwelten nachzuhängen. Wenn das passiert, konzentrieren Sie sich wieder auf den Atem, auf das Heben und Senken Ihrer Bauchdecke
  • Es wird der Punkt kommen, wo der angesammelte Druck sich langsam auflöst und die Symptome nachlassen
  • Atmen Sie bewusst ein und aus und fokussieren Sie nun das Pendant der vorherigen Negativ-Emotion, also das positive Gegenstück
  • Lassen Sie diese Emotion durch Ihren Körper fließen, spüren Sie diese Energie und speichern Sie diese ab
  • Gehen Sie mit dieser neuen Energie zurück in den Alltag

Loslassen ist wie der plötzliche Stillstand eines inneren Drucks oder das Fallenlassen eines Gewichts. Es wird begleitet von Gefühlen der Leichtigkeit, Glück und innerer Freiheit.

– David R. Hawkins

Warum diese Technik funktioniert

Emotionen sind Energie. Wenn wir der Energie die Möglichkeit geben, sich auszudrücken, läuft diese nach einer gewissen Weile einfach aus. Indem wir erfahren, dass wir unangenehme Empfindungen meistern können, fühlen wir uns sicherer, ihnen begegnen und konstruktiv auflösen zu können.

Weiterführende Literatur:

Dr. med. Dr. phil. David R. Hawkins
Loslassen. Der Pfad widerstandsloser Kapitulation

Erschienen im Sheema Verlag

Sabine Lueder Editorial Director des Online-Magazins DetoxDeluxe sowie Expertin für mentale Selbstführung

Fotos: ©kikiiii@photocase.com

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